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Türkei-Exporte 2025: Historisches Hoch

Der türkische Exporteurenverband (TİM) hat die Außenhandelsbilanz für das Jahr 2025 vorgelegt. Mit einem Anstieg von 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr erreicht die Türkei ein neues Allzeithoch bei den Warenexporten. Besonders die Automobilindustrie und der Verteidigungssektor erweisen sich als Wachstumsmotoren.

Harun Yazıcı

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Photo: TİM

Die türkische Wirtschaft setzt ihren Wachstumskurs im Außenhandel fort. Wie der Vorsitzende des Exporteurenverbandes TİM, Mustafa Gültepe, im Beisein von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan bekannt gab, beliefen sich die Gesamtexporte im Jahr 2025 auf 273,4 Milliarden US-Dollar. Rechnet man die Dienstleistungsexporte hinzu, stieg das Gesamtvolumen auf beeindruckende 396,5 Milliarden US-Dollar.

Deutschland bleibt wichtigster Handelspartner

Für deutsche Unternehmen und Investoren besonders relevant: Deutschland verteidigte im Jahr 2025 seinen Platz als wichtigster Exportmarkt für türkische Waren. Mit einem Volumen von 19,8 Milliarden Dollar führt die Bundesrepublik die Liste der Abnehmerländer an, gefolgt vom Vereinigten Königreich (14,2 Mrd. $) und den USA (13,2 Mrd. $).

Branchen-Check: Automobilbau dominiert, Verteidigung boomt

Die sektoralen Daten zeigen eine klare Spezialisierung der türkischen Industrie:

  • Automobilindustrie: Mit 41,5 Milliarden Dollar bleibt dieser Sektor das Rückgrat der türkischen Exporte.
  • Chemische Industrie: Erreichte einen Wert von 31,9 Milliarden Dollar.
  • Elektro- und Elektronikgeräte: Verzeichnete Exporte in Höhe von 17,7 Milliarden Dollar.
  • Wachstumssieger: Die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie verzeichnete ein massives Plus von 48,8 % und steuerte fast 10 Milliarden Dollar zum Gesamtergebnis bei.

Regionale Schwerpunkte: Istanbul vor Kocaeli

Die Industriemetropole Istanbul bleibt mit 57,8 Milliarden Dollar das wirtschaftliche Herz des Landes. Dahinter folgen die Logistik- und Produktionshubs Kocaeli (35,2 Mrd. $) und Izmir (23,6 Mrd. $).

Ausblick 2026: Die 400-Milliarden-Marke im Visier

Für das laufende Jahr 2026 hat die türkische Regierung die Ziele bereits nach oben korrigiert. Man strebt ein Gesamtexportvolumen (Waren und Dienstleistungen) von 410 Milliarden Dollar an. Experten werten dies als Signal für eine weitere Marktöffnung und eine verstärkte Ansiedlung internationaler Produktionsstätten in der Türkei, um die Lieferketten nach Europa zu verkürzen.

Quelle: Türkischer Exporteurenverband (TİM)

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