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Türkei und Saudi-Arabien investieren 2 Milliarden Dollar in Solarenergie

Türkei und Saudi-Arabien unterzeichnen Solarenergie-Investitionsabkommen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar

Harun Yazıcı

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Photo: Freepik

Die Türkei und Saudi-Arabien haben ein Solarenergie-Investitionsabkommen im Umfang von 2 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Das Abkommen zählt zu den größten ausländischen Investitionen im Bereich erneuerbare Energien in der Türkei und sieht in der ersten Phase den Ausbau von 2.000 Megawatt (MW) Solarstromkapazität vor.

Die Vereinbarung wurde während des offiziellen Besuchs von Präsident Recep Tayyip Erdoğan in Riad unterzeichnet und gilt als weiteres Zeichen der sich verbessernden politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ankara und Riad. Abhängig von Machbarkeitsstudien und behördlichen Genehmigungen könnten in späteren Phasen auch Windenergieprojekte hinzukommen.

Teil der Energiepolitik der Türkei bis 2035

Energieminister Alparslan Bayraktar erklärte, dass die Investition im Einklang mit der Energiestrategie der Türkei bis 2035 stehe. Ziel sei es, die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien bis dahin auf 120.000 MW zu erhöhen.

Bayraktar betonte zudem, dass die Projekte über internationale Finanzierungsquellen realisiert werden sollen, sodass keine zusätzliche Belastung für den türkischen Staatshaushalt entstehe.

Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ankara und Riad

Das Solarenergie-Abkommen gilt als Meilenstein für die Normalisierung und Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Saudi-Arabien. Beobachter sehen darin ein klares Signal für wachsendes Investorenvertrauen sowie eine intensivere Zusammenarbeit in strategischen Bereichen wie Energie und Infrastruktur.

Regierungsebene: Interstaatliches Abkommen unterzeichnet

Die Vereinbarung wurde auf intergouvernementaler Ebene von Energieminister Bayraktar und dem saudi-arabischen Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman unterzeichnet. Sie schafft einen langfristigen Rahmen für saudi-arabische Investitionen im türkischen Markt für erneuerbare Energien, mit Schwerpunkt auf großflächigen Solarkraftwerken.

2.000 MW Solarkapazität in der ersten Phase

In der ersten Phase sollen zwei Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 2.000 MW in den Provinzen Sivas und Karaman errichtet werden. Das Investitionsvolumen dieser Phase wird auf rund 2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Nach vollständiger Inbetriebnahme sollen die Anlagen Strom für mehr als 2 Millionen Haushalte liefern.

Langfristige Stromabnahmeverträge sichern Investitionen

Der erzeugte Solarstrom wird im Rahmen langfristiger Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements – PPA) an ein staatliches türkisches Energieunternehmen verkauft. Dieses Modell reduziert das Investitionsrisiko, schafft planbare Einnahmen und erhöht die Bankfähigkeit der Projekte.

Offizielle Stellen erklärten zudem, dass das Abkommen über die ersten Projekte hinausgeht und in zukünftigen Phasen den Ausbau von bis zu 5.000 MW erneuerbarer Energiekapazität vorsieht.

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